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John Deere Oldtimer Traktoren kaufen

John Deere, kaum ein Name ist im Landmaschinensektor bekannter. Markenzeichen sind seit 1920 die Farben Grasgrün und Rapsgelb. Das 1876 offiziell eingeführte Logo des springenden „Hirschen“ ist zum Synonym für die ganze Marke geworden. Nur wenige andere Hersteller haben eine so lange und steile Karriere hinter sich, die als Vorzeigeobjekt der amerikanischen Industrialisierung dienen kann. In ständiger Konkurrenz mit anderen Landmaschinenherstellern ist die Firma kürzlich erneut zum Weltmarktführer aufgestiegen. In 2017 feiert John Deere sein 180 jähriges Bestehen und gehört damit zu den ältesten, bekanntesten und heute noch existierenden Landmaschinenherstellern der Welt.

Wie alles begann

Die Anfänge waren wie so oft jedoch sehr bescheiden. Begonnen hat die John Deere - Ära in der Nähe von Oregon, im Bundesstaat Illinois, USA. Im Jahr 1837 entwickelte der Hufschmied, spätere Firmengründer und Namensgeber John Deere einen ersten Pflug. Dieser war durch seine glatte Oberfläche selbstreinigend. Seine Abnehmer waren dankbar über diese Entwicklung, da der schwere Prärieboden an den damaligen gusseisernen Standardpflügen hängen blieb und die Arbeit zusätzlich erschwerte. Schnell stieg die Produktion auf 100 Pflüge pro Jahr. Mitte des Jahrhunderts ging John Deere schließlich eine neue Partnerschaft ein und verlagerte den Firmensitz nach Moline am Mississippi. Der Fluss ermöglichte ihm die Nutzung von Wasserkraft und schaffte größere Transportmöglichkeiten, da die Infrastruktur bis dato eher spärlich ausgebaut war. In den folgenden Jahren wurden weitere Anbaugeräte für die Landwirtschaft auf den Markt gebracht. Zur Produktpalette gehörten bis zum Ende des Jahrhunderts Pflüge, Kultivatoren, Einzelkornsämaschinen und Eggen, später auch Lade- und Erntetechnik. 1886 stirbt der Namensgeber John Deere, lange bevor die ersten Traktoren die Landbewirtschaftung revolutionieren können. Mit der Firma ging es trotzdem weiterhin bergauf.

Der Einstieg in die Traktorproduktion

1918 steigt die Firma John Deere in die Traktorenproduktion ein, die mittlerweile unter der Leitung von William Butterworth, ein Schwiegersohn von Charles Deere, dem Sohn von John Deere, stand. Durch den Kauf von einem Traktorenhersteller, der die bekannten „Waterloo Boy“- Schlepper fertigte, festigt John Deere seinen Markt und trumpft mit hohen Qualitätsstandards auf. Bereits 1927 wird der erste Mähdrescher produziert, der für die gigantischen Kornfelder der USA konzipiert wurde. Mitte der 1930er Jahre bringt John Deere den bekannten Traktor des Modells „A“ heraus, der von einem 2-Zylindermotor betrieben wird. Ein ähnliches, jedoch kleineres Modell „B“ folgt im Anschlussjahr. Diese Modelle wurden noch bis 1952 produziert und knapp 300.000 mal verkauft. Charakteristisch für diesen Traktor ist die Dreibein-Konstruktion. Hinten zwei normale Räder mit Stollenbereifung aus Stahl oder Gummi. Vorne sind zwei kleine Räder angebracht, die mittig zusammenstehen. Kurz vor Ausbruch des 2. Weltkrieges, zum 100. Firmengründungsjubiläum hat die Firma bereits Umsätze von knapp 100 Millionen US-Dollar und gehört damit zu den größten Landmaschinenherstellern der Welt. Während des Krieges stellt John Deere Rüstungsgüter und Traktoren für die Armee her und unterstützt somit die Alliierten für den Kampf gegen den Faschismus in Europa. In den Nachkriegsjahren wird die Produktpalette ausgeweitet. Für den amerikanischen Markt wurden unter anderem Mais- und Baumwollpflücker konzipiert.

John Deere – Der Weltkonzern

Ein Werk in Mexiko wird errichtet und auch Richtung Europa werden die Fühler ausgestreckt. 1956 übernimmt John Deere schließlich Anteile von der Heinrich Lanz AG in Deutschland. Sie sind an der liegenden Motorentechnik von Lanz interessiert, da sie im Modell A selbst liegende „Alles-Fresser“-Motoren eingebaut hatten. In den folgenden Jahren werden auch Baumaschinen, Forstmaschinen und Gartengeräte wie Rasenmäher in der Produktpalette aufgenommen. Auf dem deutschen Markt sind vor allem die grün-gelben John Deere-Lanz – Traktoren bekannt und verbreitet. Es folgte die 100er Serie, die im ehemaligen Lanz-Werk nach Vorgaben von John Deere gebaut wurden. Die neuen Schlepper waren in Halbrahmenbauweise konstruiert und besaßen bereits Motoren mit zwei oder vier Zylindern. Stetig verbesserte und vergrößerte John Deere seine Produktpalette. Bis heute werden in Mannheim Traktoren von John Deere für den europäischen Markt konzipiert, gebaut und verkauft. Jahrelang gehört John Deere zu den absatzstärksten Herstellern in Deutschland. Ein Verkaufsschlager war Anfang der 2000er Jahre zum Beispiel der 6820 mit 135 PS.

Das große Erbe

John Deere ist durch die Übernahme von der Lanz AG ein Nachfahre der berühmten Lanz Bulldogs geworden. Einige Lanz-Modelle wurden noch bis Anfang der 1960er mit der bekannten Grün-Gelb-Färbung gebaut und gehören damit zur großen Lanz-Ära. Aber auch die nachfolgenden Modelle sind als Produkte deutscher Wertarbeit zu bezeichnen, da sie passend für den deutschen Markt zugeschnitten waren und im ursprünglichen Lanz-Werk in Mannheim produziert worden sind. Die Qualitätstraktoren der Marke John Deere sind aus der deutschen Landwirtschaft nicht mehr wegzudenken und zieren so manche Oldtimersammlung.

 

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